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Die Fürstengräber von Neudorf-Bornstein

Wissenschaftliche Auswertung reich ausgestatteter Gräber des 3. Jahrhunderts n. Chr.


Von Dr. Angelika Abegg-Wigg

Bei den von 1967 bis 1970 ausgegrabenen Gräbern von Neudorf-Bornstein (Schleswig-Holstein), zwischen Kiel und Eckernförde gelegen, handelt es sich um eine kleine Gruppe von Körperbestattungen. In aus Holz errichteten Grabkammern wurden die Leichname in Baumsärgen niedergelegt.

Germanischem Brauchtum entsprechend wurden den Toten ihre persönliche Ausrüstung, Trink- und Essgeschirr sowie hölzerne Spielbretter nebst Glasspielsteinen mit in die Gräber gegeben. Es sind Gegenstände sowohl einheimisch-germanischer Produktion, als auch provinzialrömischer Herkunft. Zu den in den Gräbern gefundenen Trachtbestandteilen gehören goldener Hals- und Fingerringschmuck, silberne und bronzene Fibeln, Gürtel - darunter mit Silberpressblech und Glaseinlagen verzierte Prachtgürtel - und Bronzesporen. Ohne Zweifel wurden hier Angehörige einer hochrangigen germanischen Bevölkerungsgruppe bestattet.

Im Rahmen des Forschungsprojektes wird die Gräbergruppe umfassend analysiert und in den Kontext gleichartiger, mit hohem Aufwand hergerichteter sogenannter Fürstengräber der jüngeren Römischen Kaiserzeit in Mittel- und Nordeuropa gestellt.

 

 

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