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Tagung archäologischer Museen auf Schloss Gottorf

Das Landesmuseum für Archäologie Schloss Gottorf hat Museen des Landes mit archäologischen Sammlungen zu einem Verbundtreffen eingeladen. Im Interview erläutert Museumsleiter Dr. Ralf Bleile, warum eine gute Zusammenarbeit zwischen den Akteuren im Land in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnt.


Herr Dr. Bleile, warum haben Sie die Initiative für dieses Verbundtreffen ergriffen?

Unser Kollege Sönke Hartz, der viele Kontakte zu Museen und Sammlern im Land hat, brachte uns auf die Idee, einmal alle Museen Schleswig-Holsteins einzuladen, die archäologische Funde in ihren Sammlungen aufbewahren. Wir möchten uns als Partner dieser Museen anbieten. In der Zukunft wird uns die Umsetzung unseres Masterplans näher zusammenbringen, denn wir verfolgen das Ziel, die Exponate stärker mit ihren Herkunftsorten zu verknüpfen. Unsere Gäste sollen erfahren, wo ein Gegenstand gefunden wurde. Vielleicht ergibt sich daraus auch eine Synergie durch gegenseitige Verweise auf unsere Ausstellung in der Region einerseits sowie auf die regionalen Denkmale in unseren Ausstellungen andererseits.

Als Landesmuseum können Sie sicherlich auch eine Menge für die kleineren Häuser im Land tun…

Das kann ich mir sehr gut vorstellen. Zwar können wir nicht kostenlos restaurieren oder dauerhaft für andere Museen Funde einlagern, aber bei Gefahr im Verzug sollten wir unserer Verpflichtung dem kulturellen Erbe des Landes gegenüber gemeinsam nachkommen und unbürokratische Lösungen finden. Mitunter sind es die Ressourcen unseres Museums, die im Rahmen des Möglichen Linderung verschaffen oder sogar Nöte beseitigen können. Wir als Depositum aller landeseigenen archäologischen Funde befinden uns in einer privilegierten Situation. Die Museen des Landes daran teilhaben zu lassen, ist Bestandteil unserer Stiftungsvision. Dies kann sich durch Unterstützung bei der Konservierung von Fundstücken, bei der Archivrecherche zu Fundumständen, der zeitweisen klimagerechten Lagerung von Fundstücken oder der langfristigen Ausleihe von Funden in die Regionen zeigen.

Ihr Verbundtreffen ist auf große Resonanz gestoßen - wie sieht Ihr Fazit nach diesem Tag aus?

Mehr als 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 21 regionalen Museen sind unserer Einladung gefolgt. Die Idee eines solchen Verbundtreffens ist also auf großes Interesse gestoßen. Die Gespräche haben gezeigt, dass wir viel voneinander lernen können. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich dafür ausgesprochen, ein solches Verbundtreffen regelmäßig durchzuführen. Ich bin also mit diesem ersten Treffen sehr zufrieden und glücklich über das überaus positive Feedback. Jetzt haben Museen und Institutionen für uns Gesichter. Dies wird sich nachhaltig positiv auf unsere Kommunikation auswirken, denn am Ende geht es doch immer um Menschen.

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