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Viele Familien fasziniert von Moorleichen-Ausstellung

Sie gehören mit zu den eindrucksvollsten Exponaten im Museum für Archäologie Schloss Gottorf: die Moorleichen. Die bis zu 2500 Jahre alten, mumifizierten Leichname sind dank der konservatorischen Wirkung von Mooren außerordentlich gut erhalten und geben unter anderem Einblicke in die Lebensumstände der Verstorbenen.

Mit Blick auf den Masterplan für Gottorf, der eine umfassende Modernisierung der Museumsinsel vorsieht, haben die Landesmuseen Schleswig-Holstein von August 2018 bis Oktober 2019 eine Besucherbefragung in der Moorleichen-Ausstellung gemacht - und 1280 Antwort-Bögen mit 15 Fragen ausgewertet. Die Ergebnisse liegen seit kurzem vor.

Wer sich an unserer Umfrage beteiligt hat? Der Altersdurchschnitt ist mit 29 Jahren erstaunlich niedrig. Diese Auffälligkeit deckt sich mit der Angabe, dass weit über 50 Prozent bekundeten, mit ihrer Familie gekommen zu sein – und besonders viele aus Schleswig-Holstein und den nördlichen Bundesländern.

Was wir von Ihnen erfahren haben? Der Gesamteindruck der Ausstellung wurde überwiegend als sehr gut (44 %), gut (33 %) oder befriedigend (13) bewertet. Nur knapp 9 % äußerten Vorbehalte. Ein ganz ähnliches Meinungsbild ergab sich bei den Fragen nach ansprechender Gestaltung, verständlichen Texten, der Beleuchtung und was man als Besucher daraus lernen kann.

Von enormer Bedeutung für ein archäologisches Landesmuseum war die Frage, ob die Ausstellung von Moorleichen – bei denen es sich um Jahrtausende alte Leichname handelt – menschenwürdig sei. Erfreulicherweise stimmten dem weit über 90 % bedenkenlos zu: 55 % voll und ganz, 25 % sehr, 12 % grundsätzlich.

Abschließend gab es die Möglichkeit, in eigene Worte zu fassen, was die Faszination der Moorleichen ausmacht, welche Gefühle sich äußern und ob es Anregungen gäbe. Faszinierend finden viele den Erhaltungszustand und den Gesichtsausdruck. Die allgemeine Ansicht: Die Frage nach ihren persönlichen Schicksalen macht die Moorleichen zu Zeugen der Vergangenheit. Äußerten Besucher ihre Empfindungen, so verließen sie die Ausstellung mit einem guten oder neutralen Gefühl – aber gelegentlich auch Nachdenklichkeit, Ehrfurcht und Mulmigkeit.

Einige Besucher regten eine modernere und zeitgemäßere Gestaltung an, insbesondere mit Blick auf Kinder und Familien. Hieran wird schon jetzt im Rahmen des Masterplans gearbeitet.

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