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Wie das Nydamboot nach Gottorf kam

Es war im August 1863, als der Lehrer und Archäologe Conrad Engelhardt im Nydam-Moor bei Sonderborg (Dänemark) ein 23 Meter langes Schiff aus Eichenholz entdeckte. Eine Sensation: Erstmals war es möglich, ein vorgeschichtliches hochseetaugliches Schiff zu bergen und zu untersuchen, das mehr als 1500 Jahre vorher in einem See niedergelegt wurde. 

1863

Dem Entdecker des Nydambootes, Conrad Engelhardt, gelang bis zum Jahreswechsel 1863/1864 neben der Bergung, die Konservierung, der rekonstruierende Aufbau sowie die Präsentation in der „Königlichen Sammlung nordischer Altertümer“ in Flensburg. Die Idee war, in dem Museum eine Schifffahrtsabteilung einzurichten, die neben dem Nydamboot auch die Überreste zweier weiterer Schiffe sowie Zubehör der Boote umfassen sollte. Der Deutsch-Dänische Krieg von 1864 und die damit verbundene Entfernung der Sammlung aus Flensburg zerschlug diese Pläne. Das Nydamboot blieb auf dem Dachboden des Gebäudes.

1877

Transfer nach Kiel in das „Museum vaterländischer Alterthümer“. Auch dort stand das Nydamboot auf dem Dachboden. Hier wie schon in Flensburg war es nur eingeschränkt zugänglich – was in der Öffentlichkeit auch immer wieder diskutiert wurde. So heißt es u.a. 1914 in der lokalen Presse: „Wie kann aber auch jemand für möglich halten, daß ein derartiger prähistorischer Fund  von unschätzbarem Wert auf dem Boden eines alten Hauses vergraben wird.“  

1923/1925

Umzug innerhalb des Museumsgebäudes in Kiel in eine neu errichtete Ausstellungshalle – dort konnte es von allen Seiten bestaunt werden.

1941

In einer spektakulären Aktion wurde das Boot von Kiel in einer Kastenschute durch den damaligen Kaiser-Wilhelm-Kanal (heute: Nord-Ostsee Kanal) und die Elbe an den Großen Ziegelsee bei Mölln gebracht. Dort überstand es unversehrt den Krieg.

1947

Unterbringung in der Exerzierhalle (jetzt Nydamhalle) von Schloss Gottorf. 

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