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Der Vater des Wikinger Museums feiert seinen 90. Geburtstag 

Herzlichen Glückwunsch Kurt Schietzel! Der gebürtige Hamburger, der vor nunmehr 60 Jahren als junger Archäologe zum ersten Mal in der ehemaligen Wikingersiedlung Haithabu Ausgrabungen vornahm, feiert am 25. September seinen 90. Geburtstag.

Im Alter von 30 Jahren hatte Prof. Dr. Kurt Schietzel am Landesmuseum für Archäologie die Leitung der Abteilung für Wikingerforschung und der Ausgrabungen in Haithabu übertragen bekommen. Fast sein ganzes Berufsleben und viele Jahre darüber hinaus widmete er sich fortan der Archäologie Schleswig-Holsteins im Allgemeinen und seiner Spurensuche auf dem Areal der ehemaligen Wikinger-Stadt Haithabu im Speziellen. Die Gründung eines der erfolgreichsten Museen Norddeutschlands geht auf ihn zurück.

Schließlich gelangen unter seiner Leitung den Archäologen am und im Haddebyer Noor in zwei Jahrzehnten derart spektakuläre Funde, das er am Ende eines viele Jahre andauernden Prozesses die Politiker in Stadt, Kreis und auf Landesebene mehrheitlich davon überzeugen konnte, ein Wikinger-Museum in unmittelbarer Nähe zum Fundplatz zu bauen. So wurde 1985 das Museum für Haithabu eröffnet, bereits zwei Jahre zuvor war Kurt Schietzel zum Leitenden Direktor des Archäologischen Landesmuseums bestellt worden.

Fortan wirkte er allerdings als Wissenschaftler nicht nur in Schleswig-Holstein, viele Jahre war er Mitglied der Verwaltungsräte des  Deutschen Schifffahrtsmuseums Bremerhaven und des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz sowie im Vorstand des Deutschen Museumsbundes. Als Kultusministerin Ute Erdsiek-Rave Prof. Kurt Schietzel fünf Jahre nach dem Ende seiner Dienstzeit 2002 mit dem Bundesverdienstkreuz auszeichnete, lobte sie ihn vor allem dafür, dass es ihm in besonderem Maße gelungen war, wissenschaftliche und kollegiale Kontakte im gesamten skandinavischen Raum herzustellen; gleichzeitig verknüpfte er das Landesmuseum in Schleswig mit verschiedenen Einrichtungen im Bundesgebiet.  "Durch die Offenheit seiner Rede, seine Uneigennützigkeit und konstruktive Hilfsbereitschaft sicherte Professor Schietzel der deutschen Archäologie Kontinuität in der wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit den nordeuropäischen Nachbarn." 

Zu den ersten Gratulanten an seinem Ehrentag gehörten am Morgen zu seiner großen Freude der Direktor des Archäologischen Landesmuseums, Dr. Ralf Bleile und der Leiter des Wikinger Museums, Dr. Matthias Toplack. Kurt Schietzel lebt bis heute zusammen mit seiner Frau Magdalena in der gemeinsamen Dienstwohnung auf der Schleswiger Museumsinsel.  

 

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