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Der Bronzefund von Fahrdorf

Beile, Sicheln und eine Speerspitze aus der Bronzezeit konnte das Archäologische Landesamt Schleswig-Holstein in Fahrdorf an der Schlei bergen, nachdem zwei Sondengänger auf erste Objekte gestoßen waren. Dieser Fund wird nach seiner Restaurierung nun auf Schloss Gottorf gezeigt.

Im Oktober 2021 meldeten die zertifizierten Sondengänger Jan-Hinnerk Juister und Andreas Nagel den Fund einiger Bronzeobjekte in Fahrdorf an der Schlei. Zunächst fanden sie drei Bronzestücke und benachrichtigten umgehend das Archäologische Landesamt Schleswig-Holstein (ALSH). Als sie auf weitere Objekte stießen und einige davon sogar noch im Verbund lagen, erfolgte eine fachgerechte Ausgrabung und Dokumentation durch das Archäologische Landesamt Schleswig-Holstein. Offenbar handelte es sich um einen in Teilen noch intakten so gennanten Hortfund der älteren Bronzezeit (1500 bis 1100 v. Chr.). Das bedeutet, dass dort einst mehrere Objekte gleichzeitig deponiert worden sind. Im Laufe der Jahre waren die Einzelteile durch die Feldarbeiten in einem größeren Areal verstreut worden.

Das Ensemble besteht aus fünf bronzenen Absatzbeilen, einer Lanzenspitze und mindestens sieben Knopfsicheln. Bei den Absatzbeilen handelt es sich um Werkzeuge aus der Zeit zwischen 1500 bis 1300 v. Chr. Die Sicheln und die Lanzenspitze waren durch das Auseinanderreißen des Hortes zerbrochen worden. Bei der Restaurierung am Museum für Archäologie Schloss Gottorf konnten die vielen Puzzleteile jedoch anhand der Bruchkanten und Objektprofile zusammengesetzt werden, eine Sichel sogar aus zehn Fragmenten. Zwei im folgenden Jahr durch die Sondengänger gefundene Bruchstücke konnten ebenfalls den Sicheln hinzugefügt werden und zeigen, wie wichtig die kontinuierliche Begehung einer Fläche ist.

Die Bronze ist bei allen Objekten in einem erstaunlich guten Zustand. Die Beile sind alle noch funktionsfähig, der Abnutzungsgrad reicht aber von Rohling bis kurz vor Ende der Lebenszeit. Horte oder Deponierungen werden aus unterschiedlichen Gründen angelegt. Sie können als eine Art Opfergaben niederlegt worden sein, aber auch als Zwischenlager, um sie später wieder zu nutzen. Die Zusammensetzung und Lage des Hortfundes lässt vermuten, dass die Objekte für einen späteren Tausch oder aufgrund ihres Materialwertes deponiert wurden und zu einem späteren Zeitpunkt geborgen werden sollten.

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