Corona-Pandemie

Liebe Besucherinnen und Besucher,

die Museumsinsel Schloss Gottorf ist für Sie wieder geöffnet. Wir haben Ihnen HIER alle wichtigen Informationen für Ihren Besuch zusammengestellt. Da wir aktuell nur einer begrenzten Anzahl von Gästen zur gleichen Zeit Einlass gewähren dürfen, bitten wir Sie, sich vorab HIER ein Ticket mit Zeitfenster zu reservieren. 

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Mittelalter

Das Mittelalter bildet einen der Schwerpunkte in den Ausstellungen auf Schloss Gottorf. Das Archäologische Museum Schloss Gottorf präsentiert hier das Alltagsleben der Menschen. Besucher der Mittelalter-Ausstellung bekommen die Gelegenheit, sich ein anschauliches Bild einer uns noch vergleichsweise nahen, aber doch fremden Welt zu machen.

Leben auf dem Land

Die meisten Menschen lebten und arbeiteten auf dem Land. Durch Rodung und Deichbau wurden die Wirtschaftsflächen erheblich ausgeweitet. Plaggendüngung und neue Geräte zum Pflügen und Ernten gehören zu den Innovationen in der mittelalterlichen Agrarwirtschaft. Die Auseinandersetzung mit den Kräften der Natur wird beispielhaft durch Gewinn und Verlust von Kulturland an der Nordseeküste verdeutlicht. Eisenverhüttung und Mühlentechnik belegen, dass auch auf dem Lande Handwerk und Gewerbe betrieben wurden. Das Modell eines mittelalterlichen Bauernhauses basiert auf Ergebnissen archäologischer und volkskundlicher Forschung und bietet Informationen über Bauweise und Nutzung des Hauses.

Rittertum in Schleswig-Holstein

Die Burg repräsentiert einen wesentlichen Aspekt mittelalterlichen Lebens: das Rittertum. Sein Aufstieg und Niedergang wird durch die beiden landesgeschichtlich bedeutsamsten Schlachten markiert: Bornhöved 1227 und Hemmingstedt 1500. Funde und Befunde von einer landesherrlichen Burganlage und vom befestigten Turm eines kleinen Landadligen veranschaulichen soziale Unterschiede innerhalb der führenden Schicht des Landes.

Anfang und Ende des Lebens

Kirchen sind die am besten bewahrten Bauzeugnisse des Mittelalters. Taufstein, Särge und Bilder der Jenseitsvorstellungen beleuchten Anfang und Ende des menschlichen Lebensweges. An archäologischen Funden werden auch unterschiedliche Ausdrucksweisen der Frömmigkeit fassbar: Wallfahrten an ferne Orte ebenso wie gläubige Andacht im stillen Kämmerlein und magische Praktiken der Volksreligion.

Schleswiger Altstadtgrabung

Den Bereich Stadt veranschaulichen vor allem die reichen Funde der Ausgrabungen in der Schleswiger Altstadt. Sie nehmen einen besonders breiten Raum in der Ausstellung ein. Schleswig nahm seinen Aufschwung nach der Aufgabe von Haithabu in der Mitte des 11. Jahrhunderts. Die Ausstellung knüpft daher an die Präsentation im Wikinger Museum Haithabu an. Die Fülle des Materials zeigt vielfältige Aspekte des Alltags in einer mittelalterlichen Stadt: vom Handwerk und Handel über die Ernährung und Kleidung zum Wohnen und zur Freizeit.

Schleswigs bedeutende Rolle im internationalen Handel zwischen Nord- und Ostsee bzw. zwischen Skandinavien und dem Kontinent vom späten 11. bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts wird an den vielen archäologischen Zeugnissen in dieser Ausstellung besonders fassbar. Die frühen Handelsfahrten Schleswiger Kaufleute reichen zurück in eine Zeit, die noch vor der Entstehung der niederdeutschen Hanse liegt.

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