Öffnungszeiten zu Ostern

Liebe Besucherinnen und Besucher,

die Museumsinsel wie auch das Globushaus und der Barockgarten sind am Karfreitag sowie an den beiden Osterfeiertagen von 10 bis 18 Uhr für Sie geöffnet.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


schliessen
Springe zum Hauptbereich
Alle Landesmuseen in Schleswig-HolsteinAlle Landesmuseen in SH

Wenn Archäologen abtauchen

Im zweiten Jahr in Folge tauchen Unterwasserarchäologen in diesen Wochen wieder vor Strande (Kreis Rendsburg-Eckernförde) an der Kieler Außenförde ab, um nach weiteren Spuren einer Siedlung aus der mittleren Steinzeit zu suchen. Also einer Küstensiedlung, die Jäger und Fischergruppen dort vor etwa 7000 Jahren angelegt hatten. Geleitet wird das Projekt vom Niedersächsischen Institut für historische Küstenforschung (NIhK). Kooperationspartner ist das Museum für Archäologie Schloss Gottorf. Mit dabei ist unser Kollege Dr. Sönke Hartz, der die Ausgrabungen an Land begleitet, Fundsäcke schlämmt, begutachtet und sortiert.

Herr Hartz, was ist das Besondere an diesem Forschungsprojekt? 

Zunächst ist es spannend, dass die Siedlung in 6 Meter Wassertiefe liegt und damit anzeigt, dass der Meeresspiegel der Ostsee in den vergangenen Jahrtausenden also um gut 6 Meter angestiegen ist. Das Interessante ist außerdem, dass wir von den Jägern und Fischern vor 7000 Jahren in Schleswig-Holstein so gut wie nichts wissen. Unter Wasser ist fast alles erhalten geblieben: Jagdwaffen aus Holz und Knochen, Werkzeuge aus Feuerstein und Nahrungsreste wie Tierknochen und Pflanzenreste geben uns Information zur Lebensweise und zur Umwelt dieser Menschen. 

Gibt es bereits aussagekräftige Funde? 

Besondere Funde sind Reste eines Einbaums aus Lindenholz, Äxte aus Rothirschgeweih, die z.T. verziert sind sowie Teile von hölzernen Fischstechern, die wohl zum Aalstechen gedient haben.

Was reizt Sie persönlich an der Arbeit unter Wasser?

Das Arbeiten unter Wasser erfolgt genauso wie an Land: alles wird vorsichtig freigelegt und sorgfältig dokumentiert, aber die Vielfalt der Funde und die optimalen Erhaltungsbedingungen machen das Besondere der Unterwasserarbeiten aus. Zudem finden wir die Siedlungsplätze der Jäger und Fischer aus dieser Zeit praktisch nur an der ehemaligen Ostseeküste, denn die Menschen waren damals auf die Jagd von marinen Säugern und Fischen spezialisiert.


Landesmuseen Schleswig-Holstein
schliessen
Nach oben scrollen